Zeit, Danke zu sagen

Liebe Leserinnen und Leser,

am Dienstag, dem 14. Oktober ist es soweit: Mit der Konstituierung des 6. Thüringer Landtags endet mein Mandat als Abgeordneter. Ich möchte den Anlass nutzen, mich zunächst zu bedanken. Ich danke all jenen, die ihre Stimme zur Landtagswahl der FDP gegeben haben, allen, die durch ihre eigentliche unermüdliche Arbeit unseren Wahlkampf unterstützt und sich für die liberale Sache eingesetzt haben. Zugleich danke ich allen, die unsere Arbeit in der gesamten Legislaturperiode kritisch und konstruktiv begleitet haben, die ihre Ideen und Probleme eingebracht haben, und die offen waren für vielfältige Treffen mit uns, Besuche durch und bei uns, ebenso wie den zahlreichen Thüringer Liberalen, die durch ihre Mitwirkung in der FDP wie auch die viele ehrenamtliche Arbeit vor Ort in den Stadt-und Gemeinderäten, in den Kreistagen, in den vielfältigsten Vereinen, in Feuerwehren und an vielen anderen Stellen uns zur Seite standen. Ich danke auch ganz persönlich allen, die durch ihre Wahlentscheidung vor reichlich fünf Jahren mir die Möglichkeit eingeräumt haben, als Mitglied des Thüringer Landtags eine spannende, interessante sowie äußerst vielfältige Arbeit leisten zu dürfen. Und ich danke den Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeitern in der eigenen Fraktion für ihre engagierte, motivierte und vor allem fachlich fundierte Leistung, den Kolleginnen und Kollegen der anderen Landtagsfraktionen für die zuweilen streitbare, meist jedoch von gegenseitigem Respekt geprägte Zusammenarbeit, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landtagsverwaltung sowie den Kolleginnen und Kollegen der FDP-Fraktionen in den anderen Landtagen und bis 2013 auch in der Bundestagsfraktion für die Zusammenarbeit, die stets von dem Ziel geleitet war, das Land gemeinsam voranbringen zu wollen.

Es war eine Zeit, die ich nicht missen möchte, die Einsichten und Erkenntnisse eröffnet hat, in der wir manches erreichen konnten, auch wenn Opposition ein hartes Brot ist. Hier hätte ich mir ohne Zweifel auf landespolitischer Bühne eine Portion mehr sachliche Arbeit gewünscht, die wie in vielen Kommunen auch bei weitem nicht so von dem reflexartigen Bemühen geprägt ist, Anträge der Opposition abzubügeln, nur weil sie von einer anderen Partei kommen.

Liebe Leserinnen und Leser, sicher kann man nicht alles richtig gemacht haben, wenn man mit so einem deutlichen Ergebnis die Fünfprozenthürde und damit den Wiedereinzug ins Parlament verfehlt. Vor allem ist es uns nicht gelungen, mit unserer - wie ich nach wie vor überzeugt bin - fachlich guten und äußerst engagierten Arbeit auf Landesebene gegen den schwierigen bundespolitischen Trend medial durchzudringen und genügend Menschen anzusprechen. Dennoch können wir erhobenen Hauptes gehen und auf unsere Leistungen verweisen. Sei es in der Gesundheitspolitik, in der Bildung, beim Einsatz für Thüringer Unternehmen, für Bürokratieabbau, für solide Landes-und Kommunalfinanzen, für eine professionell ausgestattete und gut strukturierte Polizei , für die Thüringer Kommunen und für die Bürgerrechte. Als Liberalen dürfen uns Themen wie Vorratsdatenspeicherung, anlasslose Überwachung, Staatstrojaner + Co. nach wie vor nicht kalt lassen. Ich bin dankbar, dass ich mich fünf Jahre lang im Parlament für diese Themen ebenso einsetzen durfte wie auch für regionale Themen, was mir mal ein Journalist ausgerechnet einer Ostthüringer Regionalzeitung vorgehalten hat. Sei es drum, ich denke, der Einsatz für den Justizstandort Ostthüringen, für die Bahnhaltepunkte, für die wohnortnahe Versorgung durch die Finanzverwaltung, für die Sanierung regionaler Straßen, für den Ausbau von Umgehungsstraßen und viele andere Themen war und bleibt richtig, auch wenn mir nun der Instrumentenkasten nicht mehr zur Verfügung steht. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich ein politischer Mensch bleibe und mich natürlich weiter engagiere, auch in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen wie zum Beispiel im Kreistag, als Bürgermeister sowie innerhalb der FDP bzw. ihrer Vorfeldorganisationen.

In diesem Sinne bleibe ich gerne mit Ihnen im Gespräch und grüße Sie herzlich

Ihr Dirk Bergner

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