Veranstaltung

Kultur meets Wirtschaft in der Kulturstadt

Weimar. Als Tradition kann man es schon bezeichnen, das Herbstfest der Mitglieder und Freunde der FDP Weimar und des Liberalen Mittelstandes Thüringen. Am Samstag, den 27. Oktober 2007, bot die Villa Haar im Weimarer Dichterweg zum wiederholten Male den passenden Rahmen, um über die aktuellen politischen Ereignisse in entspannter Atmosphäre zu diskutieren.

Matthias Purdel
Sprecher FDP- Kreisverband Weimar

Dass es an Themen nicht mangelt, davon kündeten bereits die Grußworte. Thomas L. Kemmerich, Kreisvorsitzender der FDP Erfurt und Vorsitzender des Liberalen Mittelstandes Thüringen sowie Norbert Staniszewski, FDP Kreischef in Weimar, begrüßten, neben den FDP-Mitgliedern und liberalen Freuden, nicht nur die Gäste aus anderen politischen Lagern, sondern schrieben ihnen auch sogleich die brisanten Themen ins Stammbuch: Verlust an unternehmerischer Freiheit, Mindestlohn, Verbots-Politik, Hartz IV und Neiddebatte. Wenn man in die Runde der honorigen, nicht liberalen Anwesenden, schaute, stellte man erfreut fest: Die FDP ist zu einer ernst zu nehmenden Kraft im Freistaat und ein Besuch bei ihr zum Muss geworden! Das Grußwort des FDP- Landesvorsitzenden und Mitglied des Deutschen Bundestages, Uwe Barth, indes, sollte einigen dieser Gäste zum nachdenken anregen. Er beschrieb den Verlust des Wertes der Freiheit in unserer Gesellschaft, einen Wert, für den gerade die Unternehmer und die bürgerliche Mitte Verantwortung zeigen müssen. Leider, und er bezog sich aktuell auf den Parteitag der SPD in Hamburg, habe dieser Wert keine Konjunktur: "Wir erleben einen Linksruck in der Bundesrepublik und die einzige Partei, die sich noch bürgerlich nennen darf, ist die FDP" so Barth. Warum die SPD die Linke nun noch links überholen möchte, sei ihm ein Rätsel, dass sich die CDU inzwischen auch sozialdemokratisch gibt, ist ihm allerdings nicht nachvollziehbar. Ob Rauchverbot, Online-Durchsuchung, der Abschuss ziviler Flugzeuge, die Verlängerung der Bezugsdauer von Hartz IV, die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne, eine Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen auf 130 km/h, ideologisierter Klimaschutz, usw. - die politisch Verantwortlichen in Berlin böten als Lösungsvorschläge einzig Verbote, Einschränkungen, Vorschriften und Untersagungen an. Alle drei Redner betonten, dass ein solches Handeln für die Zukunft unseres Landes und auch für Thüringens Zukunft kaum zu ertragen ist. Dass das Herbstfest ein solches wurde, ist auch dem Beitrag von Frau Prof. Myriam Eichberger von der Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar zu verdanken. Unter der Präsentation "Kultur meets Wirtschaft" stellte sie ihre Arbeit des "Bach in Weimar e.V." vor. Neben musikalischen Beispielen aus dem Schaffen Bachs, stand die Vorstellung der anstehenden Bach Biennale Weimar 2008 auf dem Programm. Dreihundert Jahre Bach in Weimar sind der Anlass zu diesem Projekt, begann doch am 14. Juli 1708 der zehnjährige Aufenthalt Bachs in Weimar. Damit nicht genug: Der Verein "Bach in Weimar" hat sich zum Ziel gestellt, dass das Bachhaus am Weimarer Markt, mit privaten Spenden, wieder hergestellt werden soll. Frau Eichberger bemerkte, dass dieser Ort in Weimar der Einzige sei, wenn auch nur in den Kellergewölben, der nachweisbar als Bachs Wirkungsstätte authentisch ist. Natürlich gibt es in Thüringen einige Wirkungsstätten Bachs, so Arnstadt und Eisenach, aber darauf Prof. Eichberger: "In Österreich teilen sich auch Salzburg und Wien Mozart, dort hat man kein Problem damit. Jeder vermarktet ihn auf seine Weise und was dort möglich ist, sollte doch hier auch möglich sein!" Die FDP-Weimar unterstützt gemeinsam mit dem Liberalen Mittelstand Thüringen anstehende Bach Biennale Weimar 2008, im Sinne der Kulturpolitik der FDP- Bundestagsfraktion. Auf Initiative der FDP Weimar konnte die Druckhaus Thomas Müntzer GmbH in Person von Herrn Ullrich Rübelmann gewonnen werden, kostenfrei die Broschüren zur Bach Biennale Weimar zu drucken. Nicht unerwähnt bleiben darf die Tombola zu Gunsten der Jugendarbeit des Tennisclubs Weimar. Dank des Sponsorings verschiedener Unternehmen mit Preisen, konnte diese Tombola die Jugendarbeit des Tennisclubs unterstützen. Freiheit in Verantwortung: Die liberalen Partner haben es an diesem Samstag unter Beweis gestellt.

Impressionen vom Herbstfest im Bildarchiv

08. November 2007 Kolbe