Und es wird noch haarsträubender. Donnerstagabend vor Ferienbeginn kostet der Liter Diesel noch 1,46 EUR. Freitagfrüh verlangt man allerdings schon für den Liter Diesel 1,56 EUR. Das sind ganze 10 Cent Preissteigerung in nur einer Nacht und der Chinese ist Schuld?!

Wenn es nicht so traurig wäre könnte man schallend lachen. Aber in Wirklichkeit freut sich der Staat über 5 Cent mehr Abgaben inklusive Ökosteuer, 2 Cent Mehrwertsteuer und die Ölmultis über 3 Cent mehr Ertrag. Es ist also leicht nachvollziehbar, warum die Steuereinnahmen weiter sprudeln.

Wie das Nachrichtenmagazin mitteilte, hat im Auftrag des "Spiegels" das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsordnung (RWI) errechnet, dass der Anstieg der Ölpreise seit Jahresbeginn den Bundesbürgern knapp 25 Milliarden Euro gekostet hat. Das bedeutet für den bundesdeutschen Durchschnittshaushalt zusätzlich 650 Euro an Heizöl, Benzin, Gas- oder Stromkosten; eine satte Steigerung um fast 26 Prozent. Und das Jahr ist noch nicht zu Ende. Sollte der Ölpreis weiterhin ansteigen, können sich die Mehrkosten für Energie im Vergleich zum Jahresanfang auf bis zu 1.500 Euro pro Haushalt belaufen. "Das ist für einen durchschnittlichen Haushalt einfach nicht mehr tragbar", ärgert sich Thomas L. Kemmerich, FDP Kreisvorsitzender Erfurt und stellvertretender Bundesvorsitzender des Liberalen Mittelstands, "Alleine durch die starke Ölpreissteigerung freut sich Herr Steinbrück über die ca. 5 Milliarden zusätzliche Umsatzsteuereinnahme."

Bundeskanzlerin Merkel lehnt Steuererleichterungen sowie die Wiedereinführung der Pendlerpauschale, die mit 2,6 Milliarden Belastung zu Buche schlagen soll ab, was allerdings durch die 5 Milliarden zufälligen Mehreinnahmen leicht zu verkraften wäre. Finanzminister Peer Steinbrück hütet die Geldberge wie einst Dagobert Duck und macht uns weiß, dass mit einer Steuersenkung nicht zu rechnen sei und ein ausgeglichener Hauhalt erst 2011 kommen kann. Zu einem Zeitpunkt an dem dieser Herr hoffentlich sein Amt an jemanden abgegeben hat, der die Interessen des Volkes nach einfachen, niedrigen und damit gerechten Steuern mehr berücksichtigt.

In die aufkommende Diskussion über die zukunftsfähige Nutzung der Atomkraft, die die Sicherheit an erster Stelle, aber die Wirtschaftlichkeit unseres Energiebedarf unmittelbar danach berücksichtigen sollte, wirft Herr Gabriel ein, vielleicht ja, aber nur wenn in das Grundgesetz aufgenommen wird, wann der Ausstieg aus der Atomkraft erfolgen wird. Herr Gabriel, bitte belegen Sie einen Grundkurs in Staatswissenschaft über den Sinn und Zweck unseres Grundgesetzes. Es ist jedenfalls nicht geschaffen worden, um die Politiker vor den Wählern zu schützen. Alle Macht geht vom Volk aus, nun gebt uns die Macht zurück.

Ich wünsche dennoch Allen erholsame Ferientage!

Ihr Thomas L. Kemmerich