Bereits seit Februar dieses Jahres ist das Gesetz zum Schutz der Nichtraucher in Sachsen - Anhalt in Kraft getreten. Nun, ein halbes Jahr später hat Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Haselhoff gegenüber der Bild-Zeitung geäußert, dass Gesetz zum Rauchverbot in Gaststätten auf den Prüfstand zu stellen. Schon jetzt sind dramatische Umsatzeinbrüche bei Gastwirten zu verzeichnen und viele Arbeitsplätze bedroht.

"Und wir haben es gewusst" sagt Thomas L. Kemmerich, FDP Kreisvorsitzender Erfurt, "Allein das gute Wetter in Thüringen verhindert noch die befürchteten Umsatzverluste in den Kneipen." Was aber, wenn die Biergärten schließen und die Gäste sich wirklich in den Innenräumen aufhalten müssen? "Da schon vor der Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes der Umsatz in Thüringer Gaststätten um 14 % zurück ging, sind die Gastwirte mehr als besorgt" erklärt der Erfurter FDP Chef. Fehlende Gemütlichkeit bedingt durch das permanente Kommen und Gehen der Raucher und der Ärger der Anwohner durch die im Außenbereich stattfindenden nächtlichen Gruppensitzungen der Raucher können nicht das Ziel dieses Gesetzes gewesen sein.


Wir warten gespannt auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das am kommenden Mittwoch sein Urteil fällen wird.