ERFURT. "Die Idee des Public Viewing ist das ungezwungene, friedliche Feiern mit Freunden und Fremden. Gemeinsam durchleidet man zwei mal fünfundvierzig Minuten Spielzeit und bejubelt Tore", erinnert Thomas L. Kemmerich, Kreisvorsitzender der Erfurter FDP an Bilder, die uns noch gut in Erinnerung geblieben sind. Spiele zur EM 2008 verfolgten Fußballfans aus Erfurt hinter schwarz verhüllten Bauzäunen auf dem Willi-Brand-Platz. Immerhin! Vorher gab es gar keine Live-Übertragungen in Thüringens Landeshauptstadt. Trotzdem darf das Vergnügen nach Meinung des Liberalen nicht hinter einem Zaun enden. "Public Viewing braucht keine Begrenzung. Lassen wir allen, die keines der heiß begehrten Tickets bekommen konnten Raum, um mit unseren Lokalmatadoren vom FC Rot-Weiß Erfurt mitzufiebern", so Kemmerich weiter.
Zwar wurden durch eine zusätzliche Tribüne in der Nordkurve des Steigerwaldstadions 3000 zusätzliche Sitzplätze geschaffen. Doch wenn am kommenden Sonntag das Spiel gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München angepfiffen wird, muss wohl die Mehrheit der Fans auf dem heimischen Sessel Platz nehmen. Oder in der Erfurter City. Aber bitte ohne Zaun!