ERFURT. Das verschärfte Rauchverbot in Bayern hat sich als verfassungsgemäß erwiesen, die Raucherclubs werden als Umgehung des konsequenten Verbots geduldet. Wenn sich Thüringen ein Beispiel daran nimmt, wird es in Zukunft nicht möglich sein, in eine Kneipe zu gehen, die einem sympathisch ist, in der man sich gern aufhält. Zutritt nur für Club-Mitglieder? Für Nichtraucher bedeutet das, vor der Tür stehen bleiben zu müssen.

Als unbefriedigende Lösung stuft die Erfurter FDP die bajuwarischen Zustände ein.
Raucherclubs sind ein Schlupfloch, das so im Gesetz nicht vorgesehen ist. Und das trägt im Wesentlichen zu einer Wettbewerbsverzerrung bei. "Als Freie Liberale aus Thüringen, machen wir uns stark für Eigenverantwortung und Freiheit, die als Grundsätze oberste Priorität für einen überarbeiteten Gesetzesentwurf zum Nichtraucherschutz markieren müssen. Auch die Ausnahmen für Einraumkneipen sowie gesonderte Raucherräume sind immer noch besser, als bereits heute über einen einheitlichen Ausweis für Raucherclubs zu diskutieren", so Thomas L. Kemmerich als Kreisvorsitzender. Da alle anderen Parteien den Bürgern Deutschlands scheinbar die persönlichen Entscheidungskompetenzen nicht mehr zutrauen, ist die FDP umso mehr aufgefordert, ein deutliches Zeichen zu setzten!