"Unsere Wirtschaft und die Bürger jetzt zu entlasten, ist das beste Konjunktur-Programm", meint Thomas L. Kemmerich, Kreisvorsitzender der FDP Erfurt und Landesvorsitzender des Liberalen Mittelstandes. Staatliches Einlenken kann sich wenn, dann nur in einer Senkung von Belastungen aller Art, auszeichnen. Unternehmen als auch Verbraucher profitieren von einer Senkung der Arbeitslosenversicherung auf 2,5 Prozent, ebenso von niedrigeren Beiträgen zur Krankenversicherung oder einer reduzierten Mehrwertsteuer auf Energie.

Die Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostizieren für dieses und das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum von etwa 0,1 Prozent. Vor dem Hintergrund des starken Wachstums im ersten Quartal um 1,3 Prozent muss man jedoch eher davon sprechen, dass unsere Wirtschaft im Moment zum Stillstand gekommen ist. Meldungen über drohende Rezessionen und damit notwendigen Konjunkturprogrammen sind lediglich eine Schwarzmalerei, um mit sofortigen Hilfsprogrammen im Hemdsärmel als Retter der Nation vor dem Wahlvolk zu stehen.

Psychologisch kann man auch Panik aufkommen lassen, in dem man sofort laut Aufschreit, sobald sich Zahlen in der Wirtschaft dezimieren, was nach Kemmerich unbegründet scheint, da sich im Moment der Arbeitsmarkt stabilisiert hat und der gesunkene Ölpreis auch die Preise an den Zapfsäulen berechenbarer macht. Die Konjunktur wird sich spürbar abschwächen. Experten gehen in etwa von einer Halbierung der Zuwachsrate aus.

Ein Abschwung darf aber nicht symptomatisch für einen Absturz gedeutet werden!