ERFURT. Hohe Preise für Gas belasten zunehmend die Geldbeutel von Familien. Verschärfend kommt hinzu, dass die Preise innerhalb Thüringens starken Schwankungen unterliegen. Zahlt zum Beispiel ein Haushalt mit zwei Kindern und einem Durchschnittsverbrauch von 20 000 KWh/Jahr in Weimar 1.215 Euro, zahlt eine Familie, die etwa fünfzig Kilometer entfernt in Rudolstadt lebt, 296 Euro mehr, also 1.511 Euro.

"Innerhalb unseres Freistaates muss die Preisgestaltung transparenter gestaltet werden", fordert der Kreisvorsitzende der Erfurter Liberalen, Thomas L. Kemmerich. "Derartige Preisgefälle benachteiligen nicht nur die Bürger ungerechtfertigt, sondern sie sind auch nicht nachvollziehbar und daher unzumutbar!"
Die FDP Erfurt wird es sich unter Kemmerich zum Ziel setzten, Ungleichbehandlung bei Energiekosten innerhalb des Bundeslandes zu minimieren. "Denn die Menschen in den jeweiligen Landkreisen sind den Preisgestaltungen ausgeliefert, solange der Markt unter dem Einfluss von zu wenig Wettbewerb keine anderen Möglichkeiten offeriert."

01. September 2008 Simon