ERFURT. Um das Freizeit- und Sportangebot in Erfurt aufrecht zu erhalten muss nach Meinung von Thomas L. Kemmerich, Chef der Erfurter FDP, dem Abriss der Schwimmhalle im Rieth eine ernsthafte Diskussion über Alternativen oder sogar neue Projekte angeregt werden. "Weniger Sportanlagen für mehr Verkaufsflächen - für uns Liberale ist das kein vertretbarer Weg, eine ausgelastete Wassersportanlage ersatzlos aus dem Programm zu streichen."

Die verbleibende Halle im Süden und die erst kürzlich nach Sanierung wieder eröffnete am Johannisplatz sind durch Schulschwimmen und Vereinssport ausgelastet, sodass bereits der Schulelternrat mit der Bitte an den Stadtrat getreten ist, sich für eine Absicherung des Schwimm-Angebotes ein zu setzten. Im Ergebnis wurde zur Not auf die Avenida-Therme für den Schul-Schwimmunterricht verwiesen. Alle anderen Erfurter müssen mit Einschränkungen leben!

Der Trend, freie Flächen mit Verkaufsflächen zu füllen, hat sich auch an der Mainzer Strasse fortgesetzt. "Große Defizite beim Schwimmen, Unsportlichkeit und Übergewicht attestiert man den Kindern von heute", möchte Kemmerich die Schließung der Halle nicht als abschließenden Punkt verstanden wissen und erinnert an die Millionengräber, die auch dazu beigetragen haben: Scheinbar hatte die Bauaufsicht während der Sanierung der beiden heute noch geöffneten Erfurter Schwimmhallen nicht genau hingeschaut, daher musste viel Geld extra aufgewendet werden um die schadhafte Fliesenverlegung zu kitten, wegen derer sich das gesamte Becken der Südhalle hob bzw. wurde in ein neues Dach der Johannisplatz-Halle investiert, das komplett gewechselt werden musste nachdem auffiel, das auch die Schwimmbassins undicht sind.

19. November 2008 Simon