Thomas L. Kemmerich
Thomas L. Kemmerich

ERFURT. Eine positivere Grundstimmung fordert Thomas L. Kemmerich, FDP Kreisvorsitzender Erfurt, von den verantwortlichen Politikern der großen Koalition in Berlin insbesondere Angela Merkel und Peer Steinbrück. Allein der Blick unserer Kanzlerin sorgt für Resignation, so wie sie die Tage von den Titelseiten schaut. In Zeiten in denen uns die der herbei geredete Rezession so fest im Griff hat, dass es zu einer üblichen Marotte wird lauthals nach mehr Staat zu verlangen, lässt Frau Merkel keine Möglichkeit ungenutzt, ein Taschentuch voller Tränen über ihrem Land auszuwringen - im Schirme aufspannen ist sie beinahe Profi!

Geht es nach der Vorsitzenden der CDU ist das kommende Jahr das Brückenjahr der trüben Aussichten und Schlechtwettermeldungen. Darauf sollten wir uns einstellen. Aber wie? Sollen wir die positiven Arbeitsmarkt-Statistiken verdrängen? Müssen wir ignorieren, dass es neben Opel in der Krise auch Unternehmen, vor allem mittelständische Unternehmen gibt, die nicht über Auftragsflauten klagen?


Nicht wenige Berufskollegen unserer Kanzlerin stehen täglich vor der Herausforderung, morgen verantworten zu müssen, was sie heute sagen. Auch in unserer schnelllebigen Zeit! Immer lauter werden die Forderungen nach Steuersenkungen und damit nach direkter Entlastung: Mehr Netto vom Brutto! Angela Merkel hat sich jedoch strikt auf den proklamierten Kurs des Verzichts eingeschworen, so dass alle Beispiele unserer Nachbarländer, die optimistisch mit den Variablen der Zeit operieren, uns kein Vorbild geben können.

Es ist die berühmte Frage danach, ob man ein Glas als halb voll oder halb leer bezeichnet, wenn gewisse Pegel sinken. Nur dreht es sich hier um Parameter, die man durchaus mit Ignoranz schüren kann, bis das eintritt, was man lange genug provoziert hat. Auch durch Unterlassen. Es ist eine andere Frage, ob sich eine Bundeskanzlerin kurz vor dem Wahlmarathon in Deutschland daran messen lassen will.

24. November 2008 Simon