ERFURT. "Mehr Transparenz auf dem Energiemarkt und damit mehr Wettbewerb zum Vorteil der Verbraucher," fordert der Kreisvorsitzende der Erfurter FDP, Thomas L. Kemmerich, im Zuge der heutigen Ankündigungen von Eon.Thüringen, auf Grund teuer eingekaufter Energie und Rohstoffe die Preissteigerungen an Kunden des Konzerns ab 01. Februar 2009 weiter geben zu müssen.

Es kommt als vorweihnachtliche Gabe daher, das Entgegenkommen des Energieriesen Eon.Thüringer Energie: In einer Pressemitteilung wird darauf hingewiesen, dass die Strompreise um neun Prozent angehoben werden. Es folgt die übliche Begründung: Die Preise in Deutschland steigen, diesem Trend könne man sich nicht verwehren. Eine Vierköpfige Familie zahlt demnach ab Februar 2009 etwa 60 Euro zusätzlich für den Jahresstromverbrauch.

Beim Gas hingegen entpuppt sich die Ankündigung, Erdgas um vier Prozent verbilligen zu wollen "um ein Zeichen zu setzten und unsere Kunden noch in dieser Heizperiode finanziell zu entlasten" als Mogelpackung. Fakt ist: Bevor ab Februar der Preis leicht sinkt, wird ab Dezember 2008 eine Preissteigerung um 13% zum Vormonat fällig! Unter dem Strich bedeutet das eine Teuerung von neun Prozent. Im Falle eines Durchschnittsverbrauchs für einen Haushalt mit zwei Kindern schlägt das mit etwa 130 Euro Mehrausgaben pro Jahr zu Buche.

"Knapp 200 Euro Plus für Energie, und das, obwohl die Rohölpreise sinken," für Thomas L. Kemmerich ist dieses Vorgehen "ein Schlag ins Gesicht der Verbraucher." Erst kürzlich bekamen die Energiekonzerne eine Abmahnung durch das Bundeskartellamt. Passiert ist seitdem nicht viel! An den Zapfsäulen wird deutlich, wie diese ungerechtfertigten Preisrunden für Strom und Gas schamlos an die Kunden durchgereicht werden.
Kemmerich: "Der Preissturz bei Erdöl zeigt Folgen: Noch nie sanken die Einfuhrpreise für Energie und Rohstoffe aus dem Ausland so deutlich wie in den letzten Monaten. Diesel- und Benzinpreise befinden sich im Sinkflug. Umso weniger plausibel ist das Vorgehen der Energieversorger im Freistaat. Denn noch ist der Gaspreis angekoppelt." Die Gaspreis-Steigerung ist für den FDP-Wirtschaftsmann Ausdruck der unangefochtenen Ausnutzung der Monopolstellung deutscher Energieriesen. "Damit muss Schluss sein!"

26. November 2008 Simon