ERFURT. Dazu Thomas L. Kemmerich, Kreisvorsitzender der Erfurter FDP: "Ihr Demokratieverständnis haben die am Streik für bessere Lernbedingungen beteiligten Schüler falsch ausgelegt. Dafür wäre nach dem Unterricht der bessere Zeitpunkt gewesen.
Wie das Thüringer Landesschulamt im Nachhinein jedoch auf die Aktion reagiert, steht jedoch konträrer zum Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Wenn das Kultusministerium meint, den Verhandlungsführer und Sprecher der protestierenden Schüler als Beschuldigten vorzuladen, um das Handeln der Schüler zu kriminalisieren, obwohl offensichtlich ist, das er die angekreideten Sachbeschädigungen nicht hätte ausführen können, ist das eine Vorbildwirkung, die nicht auf die Vermittlung eines Grundverständnisses von Demokratie abzielt.
Dialoge, wie kurz nach der Besetzung des Schulamtes zugesagt, hätten stattfinden müssen! So wurde wieder einmal klar gemacht: Für Schüler und Schulamt gelten unterschiedliche Maßstäbe.


04. Dezember 2008 Simon