Thomas L. Kemmerich (FDP): Flaute in Automobilindustrie muss kein gesamtwirtschaftlicher Trend werden

ERFURT. Einen Abschwung mit allen Mitteln herbei zu reden, ist für das von Rezessionsängsten geplagte Deutschland in keiner Weise förderlich. "Dass etliche Stellen in der Automobil- und Zulieferindustrie gestrichen werden ist kein Phänomen, welches uns überraschen darf", nimmt Thomas L. Kemmerich (FDP) zu den aktuellen Schlagzeilen über Entlassungswellen auch in Thüringen Stellung.


Es ist laut Kemmerich kein neuer Aspekt, dass in der Automobilindustrie seit Jahren Überkapazitäten produziert wurden. Damit ist das Problem, dass in diesem normalen Zyklus auch eine Phase mit weniger Aufträgen eintreten wird, bekannt. Vielmehr sind nun gerade Zeitarbeiter die flexibel eingesetzt und entlassen werden und die Statistik übers Jahr beeinflussen von dieser Tal-Phase betroffen.

"Das bedeutet nicht automatisch einen Abschwung der gesamten deutschen Wirtschaft",
möchte der FDP Wirtschaftsfachmann klarstellen. "Jetzt kommt es vor allem darauf an, frei werdende Arbeitskräfte schnell in Anstellungsverhältnisse zubringen!" Nach Aussage des Arbeitsmarkt- und Berufsforschungsinstitutes (IAB) sind rund eine Million offene Stellen deutschlandweit unbesetzt. Das sind zwar 130.000 Stellen weniger als im zweiten Quartal 2008 aber immer noch mehr als ausreichend.

09. Dezember 2008 Simon