Forderung nach Anhebung des Arbeitnehmerfreibetrags auf 2000 Euro

ERFURT. Dass die Pendlerpauschale finanzielle Vorteile bringt, davon ist Thomas L. Kemmerich (FDP) überzeugt. In der momentanen Situation stellt sie für viele Menschen in Deutschland eine Erleichterung dar.

"Trotzdem bedarf unser Steuersystem einer generellen Überarbeitung um Arbeitnehmer zu entlasten und einen Anreiz zu vermitteln der darauf abzielt, Arbeit wieder lohnenswert zu machen", fügt der Kreisvorsitzende der Erfurter Liberalen hinzu.


Während Thüringens Wirtschaftsminister Reinholz und seine Kollegen darüber plaudern, das "Delle Delle bleibt", hat der Chef des Liberalen Mittelstandes konkrete Pläne: Er plädiert für eine Anhebung des Arbeitnehmerfreibetrages von derzeit 900 Euro auf 2000 Euro. "Nur so kann sicher gestellt werden, das die Steuerlast gerecht verteilt wird", so Kemmerich. Und weiter: "Pendler, die auf dem Land leben und die Fahrt zur Arbeit steuerlich absetzten können sind im derzeitigen System besser gestellt, als Arbeitnehmer oder Freiberufler, die zentrumsnah wohnen oder vergleichsweise höhere Mieten in Städten zahlen. In meinen Augen ist das eine Verzerrung."

Um eine grundsätzlichen Debatte darüber, was als erforderlich zu betrachten ist, wenn es um die Ausübung einer Tätigkeit geht, zu vermeiden, ist ein einheitlich höherer Freibetrag im Sinne all derer, die durch ihre Steuern den deutschen Sozialstaat finanzieren.

15. Dezember 2008 Simon