Neue Verpackungsverordnung ab 1.1.2009

ERFURT. Dass man sich um die Entsorgung von Papier, Plastik & Co. als Verpackungsmüll Gedanken macht, kann Thomas L. Kemmerich (FDP) gut nachvollziehen. "Dass dabei aber noch mehr Bürokratie anfällt und Versandhändler mit höheren Ausgaben rechnen müssen" ist für den Wirtschaftspolitiker aus Erfurt nicht nachvollziehbar, "denn am Ende zahlen die Kunden schlicht auch höhere Preise!"


Ab dem 1. Januar 2009 wird es mit der Novellierung der Verpackungsverordnung einheitlich so geregelt, dass alle Verpackungen die zu privaten Endverbrauchern gelangen bei dualen Systemen lizenziert werden müssen. "Für Onlinehändler und gewerbliche Ebay-Verkäufer kommt damit ein zusätzlicher Kostenfaktor hinzu, der schwer kalkulierbar ist" äußert sich Kemmerich zur Änderung eines Gesetzes, welches zuletzt beim Thema Dosenpfand für reichlich Zündstoff sorgte.

Ab einem gewissen Verpackungsvolumen sind Händler zudem verpflichtet, Vollständigkeits-erklärungen über sämtliche von ihnen mit Ware befüllten Verkaufsverpackungen abzugeben, die sie erstmals in den Verkehr gebracht haben. "Da diese Erklärung jährlich für das vergangene Jahr schriftlich zu erfolgen hat kommt auf viele Händler ein Plus an Arbeit hinzu", ärgert sich Wirtschaftsfachmann Kemmerich über ein zusätzliches Plus an Bürokratie.
"Ob man nun auf Mehrwegverpackungen umsteigt oder die Kosten für Entsorgungslizenzen an den Kunden weiterreicht wird sich zeigen" so Kemmerich. Etwas mehr Weitsicht und die Einsicht in die Problematik hätte sich der FDP-Politiker jedoch gewünscht.

19. Dezember 2008 Simon