Kemmerich: EU-Vorgaben können Entlastung bringen

ERFURT. Für eine Senkung der Mehrwertsteuer im Bereich Gastronomie und Hotellerie plädiert der Thüringer Wirtschaftsfachmann der FDP, Thomas L. Kemmerich, nachdem bereits mehrere EU-Länder den Richtlinien des Europäischen Parlamentes gefolgt sind. Bisher stehen rechtliche Grundlagen für einen reduzierten Mehrwertsteuersatz ausgewählten Branchen durch das Brüsseler Parlament zu. Insbesondere für die deutsche Hotellerie wäre diese Maßnahme denkbar.

Deutschland stellte sich bisher trotz der Zugeständnisse der EU-Steuerkommission quer und riegelte ab. Argument: Steuerausfälle im zweistelligen Milliardenbereich. Nun kam ein Einlenken des Finanzministers, das viele Betriebe ermutigt.

"Für die Gastronomie-, Hotellerie- und Tourismusbranche in Thüringen halte ich einen Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für realistisch", betont Kemmerich nach einem Termin in Brüssel. Im Zuge entlastender Maßnahmen erwägt nun auch Peer Steinbrück, den Dienstleistungsbereich entgegen zu kommen. "Dringend anstehende Investitionen können so getätigt und die Qualität insgesamt verbessert werden, was wiederum den Gästen sehr entgegen kommt", weiß Kemmerich um die Probleme der Branche, die in den vergangenen Jahren über immer weniger Gäste klagte.