Kemmerich: Steuerentlastungen gegen Konjunkturflaute

ERFURT. Der Trend der Arbeitslosenstatistik stimmt trübe. Auch wenn man die Zahlen der Erwerbstätigen dagegenhält: Knapp 3,5 Millionen Menschen in Deutschland ohne Job führen die Hochrechnungen an. Tendenz steigend. Thomas L. Kemmerich, Wirtschaftsfachmann der Thüringer FDP, sieht den konjunkturell bedingten Wirtschaftsabschwung an der Basis angekommen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt dramatisch, die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse sinken. "Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung nimmt sich diesen Problemen jedoch in keiner Weise an", bemängelt der Unternehmer.

Am Vorbild von Amerika macht der Kreisvorsitzende der Erfurter Liberalen klar, dass Steuererleichterungen bzw. Abgabensenkungen Möglichkeiten geben, einen Abschwung abzufedern. Zwar betont auch Präsident Obama, das es keine Musterlösungen geben kann in einer so facettenreichen Krise in diesem Ausmaß. Er vertraut trotzdem auf das alte Rezept: Mehr Netto vom Brutto. Nicht umsonst ermöglicht ein Drittel des 622 Milliarden Euro schweren US-Konjunkturpaketes Steuererleichterungen.
80 Milliarden Euro fließen dagegen in Deutschland mit den beiden Konjunkturpaketen im Wesentlichen in Infrastrukturmaßnahmen. Impulse für die Wirtschaft wird es nach Kemmerich nicht geben: " Abwrackprämie und Kinderbonus greifen zu oberflächlich. Geld, welches dadurch für die Bürger frei verfügbar wird, verhilft nur einer Quote zum Anstieg: Der Sparquote."