Politik startet zu wenige Initiativen um Arbeitsmarkt zu beleben

ERFURT. Investitionen in Köpfe und Menschen fordert der wirtschaftspolitische Sprecher der Thüringer Liberalen, Thomas L. Kemmerich, angesichts der aktuellen Daten der Arbeitslosenstatistik.
Bereits im vergangenen Jahr mahnte die Bundesagentur für Arbeit an, die euphorische Hochstimmung nicht verfrüht zu feiern. Jetzt machen sich die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bemerkbar.


Seitdem hat die zuständige Politik nach Kemmerichs Meinung zu wenig unternommen, um diesen Trend entgegenzuwirken. Während der Thüringer Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz Geschäftsbeziehungen in Nahost akquiriert und Birgit Diezel als Althaus` Vertreterin an einem Programm schreibt, während ihre Tickets für eine China-Reise im Dienst der Thüringer Wirtschaft bereits gebucht sind, tauchen immerhin 12 000 offene und damit unbesetzte Stellen in den Thüringer Statistiken auf.
"Um positiv in die Zukunft zu schauen, müssen wir alles daran setzen, diese Arbeitsplätze schnell zu besetzen", so Kemmerich, der anmahnt "Jetzt muss etwas passieren!" Zudem schlägt der Politiker und Unternehmer vor, die Zeit der Kurzarbeit für Qualifizierungsmaßnahmen zu nutzen. Denn klar ist, neben eingeschränkter Mobilität und geringen Löhnen muss ein Problem konsequent angegangen werden: Der Fachkräftemangel in Thüringen!
Zu viele Firmen finden zu wenige gut ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiter, kennt der Erfurter Kreischef der FDP das Dilemma. "Obendrein verhindern Vorgaben der Arbeitsagentur und starre Richtlinien die Einstellungschancen", merkt Kemmerich abschließend an.