Parteispitze brachte Mitglieder auf Kurs und stellte Schwerpunkte vor

ERFURT. (bk) Am Weltfrauentag bekam jede Besucherin eine Rose am Eingang zum Congresszentrum auf dem Erfurter Messegelände. Da die Liberalen an diesem Tag ihre bundesweite Strategie- und Kreisvorsitzendenkonferenz abhielten, war diese Rose selbstverständlich gelb. Auf der Bühne stand die Parteispitze Rede und Antwort und brachte die Zuhörer vor dem Wahlmarathon in diesem Jahr auf Kurs. Neben Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle begrüßten unter anderem Generalsekretär Dirk Niebel, Bundesgeschäftführer Hans-Jürgen Beerfeltz, Cornelia Pieper, Hermann Otto Solms sowie die Vorsitzende der FDP im Europäischen Parlament, Silvana Koch-Mehrin, die Anwesenden im Saal.

Optimismus verbreitete Guido Westerwelle in seiner Rede nicht nur auf Grund der guten Wählerprognosen. Optimistisch stimmt auch, das immer mehr Menschen die Mitgliedschaft bei den Liberalen beantragen, vor allem seit Beginn 2009 gibt es einen spontanen Sprung nach oben zu verzeichnen. Trotz der positiven Stimmung machte der Parteichef noch einmal deutlich, das die FDP eine Regierungsentscheidung anstrebt, jedoch nicht um den Preis der Selbstleugnung in eine mögliche Ampel einwilligt. Immer noch sind die Schnittmengen mit der Union und damit für eine bürgerliche Mehrheit am Größten. Die Ziele definieren sich über ein gerechtes und einfaches Steuersystem, die Stärkung von Bürgerrechten, einer vernunftorientierten Umwelt- und Energiepolitik, einer abrüstungsbereiten Außenpolitik sowie der Bildung als Bürgerrecht.

Für der Mittelstand in der Firmen- und Unternehmenslandschaft "aber auch all die Menschen, die jeden Morgen aufstehen, zur Arbeit gehen und trotzdem in den letzten Jahren eine Steuermehrbelastung von 13 Prozent zu verkraften hatten", setzt sich die FDP unter Westerwelle ein. Im Moment erwirtschaften 50 % der Thüringer Bevölkerung 94 % der Steuern und ermöglichen soziale Gerechtigkeit - ein Gut, auf das niemand verzichten möchte, an dem sich im Punkt Bezahlung jedoch die Geister scheiden. "Das wir Liberalen hier ansetzen und die vergessene Mitte in Thüringen in den Fokus unserer Parteiarbeit nehmen", betrachtet auch Thomas L. Kemmerich, Kreisvorsitzender der FDP Erfurt als richtig und wichtig: "Nur so kommen wir vorwärts in Deutschland".

Strategiekonferenz 2009 in Erfurt