Kemmerich: Präventionsmaßnahme wird von Stadt Erfurt ignoriert!

ERFURT (bk). Vor dem Hintergrund der Gedenkfeier für die Opfer von Winnenden, erinnert Thomas L. Kemmerich (FDP) an eine Präventionsmaßnahme, die seit nunmehr drei Jahren ausgesetzt wird: Um auf breiter Front gegen ein Wiederholen der Geschichte vorzugehen, initiierte Alt-Oberbürgermeister Manfred Ruge einen runden Tisch unter dem Gremientitel "Gutenberg-Gesprächskreis". Mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Bildung wollte man aktiv werden ein Zeichen setzen.



Seit drei Jahren erging weder eine Einladung, noch äußerte man sich von Seiten des Rathauses zu dem Gesprächskreis. "Doch das Ereignis von Winnenden macht einmal mehr deutlich, das sich die Tat des ehemaligen Gutenberg-Schülers Robert Steinhäuser, bei der insgesamt siebzehn Menschen ihr Leben lassen mussten, kein bedauerlicher Einzelfall ist, sondern Nachahmer auf der ganzen Welt findet", konstatiert der liberale Kreischef.

Nach dem Ratsbeschluss vom April 2006, den "Gutenberg-Gesprächskreis" zwei Mal pro Jahr stattfinden zu lassen, fordert Kemmerich von Oberbürgermeister Andreas Bausewein die Wiederbelebung dieses Gremiums, dessen Ansinnen wichtiger ist denn je.