Optionspoker von Rot-Rot verunsichert die Belegschaft und ist nicht zielführend

ERFURT. "Wir brauchen weder eine Mietfabrik um Opel zu entlasten noch dürfen wir weiter an einer Thüringer Lösung basteln", äußert sich der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP, Thomas L. Kemmerich, zum Optionspoker um auf das Eisenacher Werk. Weder Ramelows Landesbeteiligung noch Matschies Schnellschuss-Konzepte sind fundierte Lösungen. So verbreitet man nach Kemmerich nur mehr Panik und verunsichert die Thüringer Mitarbeiter des Konzerns mit Stammsitz in Rüsselsheim.

Mit FIAT hat sich ein Investor gefunden, der immerhin die Bereitschaft signalisiert, bei Opel Deutschland einzusteigen. Bisher wurde insbesondere durch die hiesige SPD stets bezweifelt, dass neben einer Beteiligung von Bund und Ländern diese Variante überhaupt weitergedacht werden kann. Sollte aber auch dieser Plan durch den amerikanischen Mutterkonzern ausgebremst werden, muss man es nach Kemmerichs Auffassung auf eine Insolvenz ankommen lassen. Nur so hat man neue Optionen, gewinnt Zeit.
Vor allem weist der liberale Kreischef von Erfurt darauf hin, dass die momentane politische Strategie weder Arbeitsplätze sichert noch neue schafft. Die knapp zweitausend Mann starke Belegschaft in der Wartburgstadt wird zum Spielball des bevorstehenden Wahlkampfes. Jeder versucht sich zu profilieren und verliert das eigentliche Ziel aus dem Auge: Zukunftsfähige und nachhaltige Lösungen sowohl für die Opel-Mitarbeiter in ganz Deutschland als auch für die betroffenen Zulieferer.