Josef Ackermann macht vor, wie es auch gehen kann

ERFURT. "Dass die Deutsche Bank gut verdient und ohne Staatshilfen auskommt, muss man Ackermann hoch anrechnen", stellt Thomas L. Kemmerich als wirtschaftspolitischer Sprecher der Thüringer Liberalen klar. Die Deutsche Bank erwirtschaftete im ersten Quartal 2009 einen Gewinn nach Steuern von 1,2 Milliarden Euro, trotz eklatanter Einbrüche im Privatkundengeschäft und der Vermögensverwaltung, in denen sich Rezessionsängste bereits bemerkbar machen.

Das deutsche Bankhaus gehört noch nicht einmal unter die Top-20 in der Welt, kann sich jedoch durch stabile und kontinuierliche Vorgaben innerhalb des Institutes durchaus im internationalen Vergleich messen lassen. Umso enttäuschender empfindet Kemmerich die Missgünstige Kritik vor allem aus dem Lager der SPD-Bundestagsfraktion. " Die Zahlen sprechen für sich: Das muss der Deutschen Bank erst einmal jemand nachmachen", so Kemmerich. Und weiter: "Josef Ackermann hat als Vorstandsvorsitzender einen guten Job gemacht und verdient Anerkennung. Wer in seiner Vertragsverlängerung nun einen Skandal sehen möchte zeigt, wie wenig er von Wirtschaft versteht".