Schon heute gibt es dreizehn Hausärzte zu wenig in Thüringens Landeshauptstadt

ERFURT. Die FDP Erfurt fordert vehement die Entschlackung des Vergütungssystems, einen Abbau der Bürokratie und insbesondere die Förderung bei Niederlassung in Bezug auf Praxissuche und Praxisaufbau von Ärzten durch kommunale Unterstützung. "Wir müssen unsere Stadt attraktiv machen für junge Mediziner, um im Wettbewerb mit den westlichen Bundesländern und der Pharmaindustrie bestehen zu können", erklärt dazu Birgit Schuster, bei der Erfurter FDP zuständig für die Bereiche Gesundheit und Soziales.

Lange Wartezeiten bei Hausärzten in Thüringen, insbesondere aber auch in Erfurt haben verschieden Ursachen: Zum einen gelingt es nicht, junge Ärzte an Thüringen zu binden. Bereits heute fehlen 13 Hausärzte, bis zu 42 werden in den nächsten fünf Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Die Ursachen sind erkannt und vor allem nicht neu: Schlechte Vergütung, längere Arbeitszeiten und eine überbordende Bürokratie schrecken viele Jungmediziner von der Niederlassung, insbesondere im Osten ab.

"Die FDP wird sich im Stadtrat für ein schlüssiges Konzept zur Niederlassungförderung stark machen", verspricht die Kandidatin auf Platz zwei der Liberalen-Liste für den Erfurter Stadtrat. "Hier darf man die Kassenärztliche Vereinigung auch nicht allein lassen. Es wird daher mit der FDP in Erfurt einen runden Tisch aller Beteiligten, Patienten, Ärzte, der Stadt und ansässigen Krankenkassen geben. Die besten Lösungen werden immer noch vor Ort und nicht in irgendwelchen Sparministerien gefunden", so Schuster.