Podiumsdiskussion mit Thomas L. Kemmerich am 1. Mai in Erfurt

ERFURT. "Nein, das denke ich nicht", eröffnete Thomas L. Kemmerich seine Antwort auf die Frage, ob entsprechend dem Thema der DGB-Kundgebung auf dem Erfurter Anger, ein Mindestlohn von 7,50 Euro ein erstrebenswertes Ziel in der momentanen Situation sei. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Thüringer Liberalen versuchte mit sachlichen Argumenten zu überzeugen. Doch die außerdem eingeladenen Gäste stellten ihre ganz eigene Rezeptur zur Bekämpfung der Flaute auf dem Arbeitsmarkt vor.

Mehr "Arbeit am Menschen" und mehr bezahltes Ehrenamt wünschen sich die Grünen. Einen Mindestlohn hält auch Christoph Matschie an der Seite von Ramelow durchsetzbar. An zu hohe Lohnnebenkosten und eine ausufernde Bürokratie bzw. ein Unternehmensfeindliche Ansiedlungspolitik wollte niemand denken. Thomas L. Kemmerich hielt gegen die auf dem Podium vehement eingeforderte Verstaatlichung an, "wenn aber im Wahlkampf die Sozialdemokraten noch die Linken überholen wollen", so Kemmerich, "kann man mit Sachlichkeit und Ehrlichkeit nicht Punkten". Sein Credo am Tag der Arbeit: "Produktivität zahlt Löhne. Deshalb muss in erster Linie unsere Produktivität gesteigert werden".

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