Kommunalwahlen 2009

Angekündigte Baumaßnahmen sorgen für Ärger und Unverständnis

ERFURT. Die Meldung saß! Nachdem vor etwa fünf Wochen im Rahmen einer Podiumsdiskussion des City-Management Erfurt e.V. die besorgten Einzelhändler entlang der Bahnhofstraße beruhigt wurden angesichts der bevorstehenden Straßenarbeiten, war der Ärger heute umso größer. Ab der kommenden Woche (8. Juni 2009) werden zwischen Anger und Juri-Gagarin-Ring Straßenumbaumaßnahmen durchgeführt, die bis einschließlich Ende November 2010 veranschlagt sind.

Thomas L. Kemmerich (FDP Erfurt), der ebenfalls zu besagter Gesprächsrunde eingeladen war, steht voll und ganz hinter den Gewerbetreibenden und Bewohnern: "Eine Straße für knapp eineinhalb Jahre komplett zur Baustelle zu erklären, ist eine realitätsferne Kalkulation und obendrein ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die man vor einem Monat noch mit verharmlosenden Argumenten geblendet hat". Da diese Probleme häufiger vorkommen und man gute Strategien entwickeln kann, um anstehende Baumaßnahmen adäquat durchführen zu können, erscheint die Ankündigung wenig gut durchdacht. "Es gibt Alternativen, etwa Abschnittsweise Baustellen oder eine dezente Durchführung", so Kemmerich.

"Nachdem wir von den Vertretern der Stadt und der hiesigen Parteien im Stadtrat besänftigt wurden, man uns bestätigte, dass man unsere Sorgen und Ängste um die Existenz kennt und durchaus Ernst nimmt, trauten wir heute beim Durchlesen des Schreibens vom Erfurter Tiefbau- und Verkehrsamtes kaum unseren Augen", ärgern sich die Einzelhändler. Die angekündigten Einschränkungen sind erheblich. Neben Matsch, Staub und Lärm weist man Anwohner und Gewerbetreibenden auch darauf hin, das die Belieferbarkeit und Anfahrbarkeit der Grundstücke entweder gar nicht oder nur sehr eingeschränkt erfolgen kann. Lediglich zwischen den Feiertagen nach dem 27. Dezember 2009 gewährt man einen Bau-Stopp von vier Tagen im Sinne der Händler.