Kommunalwahl 2009

Trotz geringer Wahlbeteiligung sind Liberale wieder im Stadtrat vertreten

ERFURT. "Für Erfurt konnten wir auch mit 5,2% Stimmanteil einen historischen Wert seit 15 Jahren für uns verbuchen", freut sich Thomas L. Kemmerich, Kreisvorsitzender der FDP Erfurt, über das Abschneiden bei den Stadtratswahlen. 12177 Menschen unterstützten mit ihrer Stimme den Weg der Liberalen zurück in die Entscheidungsgremien der Landeshauptstadt. Allein auf Kemmerich entfielen 5118 Stimmen. Nun vertreten neben Kreischef Kemmerich auch Birgit Schuster und Herbert Rudovsky Ansätze aus ihrem Wahlprogramm "Frei gestalten statt verwalten" als Fraktion im Stadtrat.

Durch die Hilfe zahlreicher Unterstützer und die engagierte Arbeit der Mitglieder des Kreisverbandes wurde in Erfurt ein beispielloser Wahlkampf geführt. An sechzehn Tagen waren die FDP-Listenkandidaten in der Innenstadt mit Infostand vor Ort und warben für ihre Politik. Dazu Plakate, Aufkleber und Flyeraktionen. "Dieses Wahlergebnis ist unsere Eintrittskarte zurück auf das politische Parkett der Stadt", ist Kemmerich optimistisch. "Nun werden wir zeigen, was wir bewegen können. Gemessen wird man an Taten und nicht an Versprechungen".
Kritisch bewertet auch die FDP in Erfurt die Wahlbeteiligung. Mit 41,5 Prozent Beteiligung kann man nicht zufrieden sein, sind sich die Mitglieder sicher. Im Zeitalter von Internet und E-Mail sollte man auf die Einbeziehung dieser Medien nachdenken. Mittlerweile laufen Bankgeschäfte und Börsenhandel über das weltweite Netzwerk. Eventuell kann man auch mit einem Angebot in dieser Richtung die Wahlen attraktiver und effizienter gestalten. Durch große Wahlbögen und ein System, das nicht jeder Wähler versteht, stieg in diesem Jahr auch die Anzahl der ungültigen Wahlscheine in den Urnen.