Wirtschaft

Trotz sinkender Ölpreise bereichern sich Energieversorger auf Kosten der Kunden

ERFURT. "Obwohl sich der Ölpreis auf den internationalen Märkten im Vergleich zum Vorjahr nahezu um die Hälfte verringert hat, müssen die Endverbraucher für Energie noch immer tief in die Taschen greifen", ärgert sich Thomas L. Kemmerich, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP Thüringen. Kunden von Eon.Thüringen mussten ab Februar 2009 für Strom deutlich mehr zahlen, bei den Preisen für Gas wurde ab April dieses Jahres mehr verlangt.

Unverständlich ist für Kemmerich die Preispolitik des hiesigen Versorgers angesichts der kürzlich verhängten Kartellstrafe. Die Bundesbehörde hat eindeutig klar gemacht, dass auch Energieriese Eon sich an gewisse Spielregeln zu halten hat. Finanzielle Erleichterungen an Kunden weiter zu geben, wäre die logische Schlussfolgerung. Doch auch Kemmerich vermutet, dass an den Preisen wenig verändert wird: "Jedenfalls werden sie nicht niedriger." Mehreinnahmen durch sinkende Ölpreise bei stabil hohen Kundenentgelten wandern nun in die Strafgeldkasse zur Tilgung der von der EU aufgebürdeten Kartellstrafe.