Wirtschaft

In Magdeburger Allee versucht FDP-Mann zu vermitteln

ERFURT. Die Pläne von Investor Zylla, an der Magdeburger Allee ein Mehrzweckgebäude zu errichten, wurden allesamt mit Verweis auf die Nachbarbebauung abgelehnt: Zu flach, zu weit von der Straße zurück versetzt, zu unsinnig die Nutzung, nicht gestattet, abgelehnt! Das der Umgang mit einem Bauherren, der in einer zudem strukturschwachen Gegend wie der Magdeburger Allee Ideen einbringt und neue Konzepte andenkt, so barsch und ablehnend sein kann, will Stadtrat Thomas L. Kemmerich nicht einfach hinnehmen.

Allein beim Anblick des modernen Glasbaus der Stadtwerke kann Kemmerich keinen Zwang zur Orientierung an der Nachbarbebauung erkennen. "Aber scheinbar will sich das hiesige Bauamt an Bauruinen gewöhnen, als deren Beseitigung voranzutreiben", ärgert sich Kemmerich, der die Liste maroder Gebäude mit dem Wenigemarkt 20 fortsetzt: Neben den frisch renovierten und sanierten Häusern fällt eine Ruine wie diese noch mehr auf. Außerdem frequentieren viele Touristen täglich die historische Innenstadt. Deshalb muss nach Meinung des Liberalen mehr getan werden, anstatt Bauruinen im Stadtbild einfach so hinzunehmen.

Für die alte Schuhfabrik in der Magdeburger Allee hofft Kemmerich darauf, einlenken zu können und möchte zwischen Bauamt und Investor Zylla vermitteln. In einem ersten Gespräch zeigte sich der Hesse offen, gleiches erwartet Kemmerich von Bauamtsleiter Kiermeier. "Ich werde versuchen, Zylla als Investor für Erfurt zu halten und eine Lösung mit dem Bauamt zu erwirken", so Kemmerich. Ein erster Termin mit Zylla ist für Ende Juli geplant.