Kemmerich fordert ein Einlenken der Politik zum Schutz der Verbraucher

ERFURT. Energiemonopole aufheben - das ist im Sinne von Thomas L. Kemmerich ein längst überfälliger Schritt um der Preisspirale auf diesem Gebiet endlich Einhalt zu gebieten. Gerade jetzt zur Ferienzeit wird an den stetig steigenden Benzinpreisen deutlich, wie Verbraucher abgezockt werden. "Mit schwankenden Weltmarktpreisen kann man das nicht mehr begründen", argumentiert der wirtschaftspolitische Sprecher der Liberalen im Freistaat. Genauso wie bei den verpufften Ankündigungen, Strom- und Gaspreise senken zu wollen, verdienen Energieriesen an den Nebenkosten, da von Seiten der Regierung mehr Wettbewerb und damit eine Einflussnahme auf die Verbraucherpreise nicht zugelassen wird.

Kemmerich fordert von Minister Reinholz deutlich mehr Initiative. "Eine bloße Fokussierung auf die Hinwendung zu erneuerbaren Energien löst nicht das Problem der Preistreiberei auf dem existierenden Energiemarkt", so Kemmerich. In vielen Facetten kommt Thüringer Wirtschaftspolitik diesbezüglich weltfremd daher und nur mit Verzögerung auf den Punkt. "Eine Wirtschaftspolitik die endlich etwas umsetzt anstatt den allgemeinen Fortschritt schön zu reden, sieht für mich anders aus", kommentiert der Liberale der immer wieder für die Initiierung eines sich selbst tragenden Aufschwunges plädiert.

Die Ankündigung von Matthias Machnig, dem sozialdemokratischem Kandidaten für Reinholz`Ministersessel, stimmen Kemmerich auch nicht wesentlich optimistischer. Wer schon mit der Idee antritt, erst einmal einen Arbeitskreis bilden zu wollen um die selbstdiagnostizierte Unzufriedenheit der Thüringer Wirtschaft zu bekämpfen, zeigt deutlich, wie wenig präsent die umfassende Lage des mittelstandgeprägten Thüringens wirklich ist, macht sich Kemmerich keine großen Hoffnungen auf einen echten Politikwechsel nach dem Einstand-Statement des neuesten Thüringen-Imports.