Kemmerich setzt sich für Umstellung der Thüringer Verwaltung auf neues System ein

ERFURT. Die Hessen machen es vor. Seit der Umstellung 2005 auf ein computergestütztes Verwaltungssystem bereut man jeden Tag, an dem man noch über die Einführung von E-Government gestritten hatte. "Die Transparenz und Effizienz der Verwaltung muss auch in Thüringen informations- und kommunikationstechnisch unterstützt werden", fordert nun Thomas L. Kemmerich, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP. Allein der Spareffekt ist nicht das entscheidende Kriterium.

Vielmehr müssen die guten Ansätze in Thüringen konsequent fortgeführt und in einem ersten Schritt ein Koordinator auf Landesebene, bevorzugt angesiedelt im Wirtschaftsministerium, für einen raschen Ausbau von Informations-, Kommunikations- und Transaktionsaustausch zwischen staatlichen, kommunalen, behördlichen aber auch Institutionen und Bürgern bzw. Unternehmen sorgen. "Aktenberge wälzen gehört damit der Vergangenheit an", führt Kemmerich die Vorteile an. "Außerdem werden durch ein einheitliches System Behörden vergleichbar, Verwaltungsakte und das Handeln an sich nachvollziehbar."

Am Beispiel von Banken und Großkonzernen können fast alle Aufgaben innerhalb der Verwaltung auf E-Government umgestellt werden. Beratung statt Warteschlangen - in Hessen machen sich die positiven Ergebnisse insbesondere im Servicebereich der Verwaltungen und bei der Polizei bemerkbar. Durch schnellere Aktenbearbeitung wird mehr Zeit frei für die wesentlichen Aufgabe: Dem Kunden, sprich Bürger zu helfen.