Liberale fordern OB auf, Preispolitik der SWE GmbH kritisch zu hinterfragen ^

ERFURT. Nach Ansicht von Stadtrat Thomas L. Kemmerich obliegt es insbesondere Oberbürgermeister Bausewein als Aufsichtsratsvorsitzenden der Erfurter Stadtwerke, für marktübliche Erdgas-Preise in der Thüringer Landeshauptstadt aktiv zu werden. Gerade vor dem Hintergrund des Preisverfalls auf den internationalen Märkten für Gas bei gleichbleibenden Barrelpreisen für Öl fordert Kemmerich eine kritische Aufarbeitung der Tarifgestaltung des heimischen Versorgers.

Mit der völlig unzeitgemäßen Öl-Gaspreisbindung derart hohe und vor allem sprunghafte Preise gegenüber den Kunden in Erfurt und Umgebung zu rechtfertigen zeigt für Kemmerich deutlich, das die SWE GmbH scheinbar keinen Grund hat, sich marktgerechten Preisen anzupassen. Das Vorgehen Bauseweins im Fall der beiden Geschäftsführer und damit einhergehende von ihm selbst in Auftrag gegebene Gutachten dürften aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade jetzt, kurz vor der Heizperiode, im Sinne der betroffenen Gaskunden ein Einwirken von Seiten des Aufsichtsrates unmittelbar zu erfolgen hat.

Nachrechnungen der Erfurter Liberalen haben ergeben, das ein Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 20 000 kWh pro Jahr etwa 300 Euro sparen kann, wenn man sich anstatt an den heimischen Versorger vertraglich an einen anderen Anbieter bindet.

21. September 2009 Simon