Am erfolgreichen Beispiel anderer Länder plädiert FDP für eine Entkoppelung der Preise

ERFURT. In den 60er Jahren führte man auch in Deutschland die Bindung zwischen Öl- und Gaspreisen ein um eine gewisse Stabilität für Anbieter und Abnehmer sicherzustellen. Aus heutiger Sicht wirkt die Koppelung in den Augen des wirtschaftspolitischen Sprechers der Thüringer FDP, Thomas L. Kemmerich, reichlich antiquiert. Vor dem Hintergrund des Preisverfalls für Erdgas an den amerikanischen Märkten bei konstanten Barrelpreisen für Rohöl fordert Kemmerich eine zwingend umzusetzende Trennung beider Größen.

Andere Länder haben bereits reagiert und bieten Konsumenten mit der Abschaffung der Preiskoppelung die Möglichkeit, eventuelle finanzielle Vorteile durch die Entwicklung bei den Gas- und Ölpreisen in Anspruch zu nehmen. In Deutschland profitieren allein Energieriesen wie Eon und Vattenfall von den Spannen und machen nur zögerliche, im Vergleich zu den satten Gewinnen, schmale Zugeständnisse an ihre Kunden.
Erst im vergangenen Jahr schlug Eon Thüringen pünktlich zum beginnenden Advent 12 Prozent auf die Gaspreise auf. Um die Nebenkosten durch real sinkende Preise für Energie auch zum Vorteil der Verbraucher in Zukunft variabler zu gestalten, fordert Kemmerich erneut eine Debatte um das Aufheben der Öl- Gaspreisbindung in den zuständigen Gremien. Im sich neu konstituierenden Landtag strebt Kemmerich entsprechende Aktivitäten seitens der FDP-Fraktion an.

14. September 2009 Simon