Gegebenheiten sprechen für einen Neubau auf dem Gelände des Nordbades

ERFURT. Das Vertrauensverhältnis ist maßgeblich gestört. Ziel muss es sein, weiteren Schaden von den Stadtwerken als Unternehmen aber auch den Bürgern abzuwenden. In diesem Sinne vertraut die Fraktion der FDP im Stadtrat auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Fall der schweren Untreue der beiden Geschäftsführer der SWE GmbH sowie auf die rechtliche Wertung des Sachverhaltes der letztendlich zur Anklage führte.

Das Rechtsamt der Stadtverwaltung Erfurt und Oberbürgermeister Bausewein sprachen sich auf rechtliche Empfehlung für eine fristlose Kündigung und eine sofortige Abberufung der Angeklagten aus. Auf Antrag der Liberalen wurde der Beschluss erweitert: Innerhalb der kommenden sechs Monate muss es eine Ausschreibung zur Neubesetzung der Stelle(n) geben. Bis dahin führt ein Interimsgeschäftsführer die Arbeit fort.
Thomas L. Kemmerich bezweifelt jedoch, ob künftig zwei Geschäftsführer für die Holding tätig sein müssen. Da es mehrere Untergesellschaften gibt könnte die Stelle über eine Personalunion abgedeckt werden. Eine sofortige Klärung der Angelegenheit die schon seit dem Frühjahr für reichlich Zündstoff sorgt, wird von der FDP Fraktion trotzdem forciert. Das Problem der marktunangepassten Preispolitik des Energieversorgungsunternehmens muss als nächstes kritisch beleuchtet werden.

22. September 2009 Simon