Schulobst-Programm

EU-Programm zur Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten muss im Sinne der Schüler und Obstbauern entschieden werden

Das evaluierte Schulobstprogramm der Europäischen Union scheitert noch an der beschlossenen Co-Finanzierung der Länder. Die von Thüringen bisher in Aussicht gestellte Summe deckt ein Viertel der veranschlagten Kosten um jeden Schüler täglich mit einer Portion Obst oder Gemüse zu versorgen. Thomas L. Kemmerich drängt trotzdem auf die Bearbeitung des Themas: "Schulprojekte haben die positive Wirkung des Vitaminschubs eindeutig belegt und für die örtlichen Obst- und Gemüsebauern eröffnet sich eine zusätzliche Absatzquelle".

Kemmerich möchte das Programm nicht an fehlenden Geldmitteln scheitern lassen. Vielmehr geht es ihm darum, die Beteiligten - Agrarministerium, Gartenbauverband, Kultusministerium - an einen Tisch zu bekommen. Nach dem Sichten des Auswertungsmaterials des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) müssen reale Zahlen und Fakten für Thüringen diskutiert werden. Günstigere Preise als im Handel wurden von Seiten der Verbände bereits in Aussicht gestellt. "Der Bedarf ist vorhanden, nun muss die Politik alles daran setzen, den zu niedrigen Obst- und Gemüseverzehr von Kindern und Jugendlichen, der bei Weitem kein reines Armutsproblem ist, zu erhöhen."