Wirtschaft

EU setzt sich nicht durch - Russische Autobauer stecken in tiefer Krise

Am Ende zahlt der deutsche Steuerzahler die Zeche für den strauchelnden Autobauer egal, wo Opel verbleibt. An der EU wird die Opel-Übernahme durch Magna nicht scheitern. An ein Einlenken der obersten Wettbewerbshüter glaubt auch Thomas L. Kemmerich, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP im Thüringer Landtag nicht mehr.

Trotzdem sieht Kemmerich die realistische Möglichkeit, dass GM nicht verkauft sondern Opel im amerikanischen Konsortium verbleibt und fordert, Geld in Form von Bürgschaften und Krediten nur gegen ein nachhaltiges Zukunftskonzept in Aussicht zu stellen damit eine Sanierung von Opel in einer geregelten Insolvenz möglich wird.
Neben dem angeschlagenen russischen Autobauer GAZ, der gemeinsam mit Magna und der russischen Sberbank Opel übernehmen will, steht nun laut Presseberichten auch Avtovaz mit einer Milliarden-Verschuldung kurz vor der Pleite. Kemmerich: "Dass trotz aller Bedenken und der sich verschlechternden Faktenlage Bundes- und Landeregierungen nicht kritischer mit dem Ansinnen, 4,5 Mrd. Euro an Staatshilfen für den Magna-Deal zu gewähren, umgehen, macht deutlich, dass Deutschland in Hinsicht auf die bestehenden Arbeitsplätze, ebenso wie die Spanier keinen Meter zurückrudern will. Man hat den Eindruck, allein die Gewerkschaften führen maßgeblich die Verhandlungen. Auf Kosten der Allgemeinheit und ihrer eigenen Existenz."