Politik

Mit den Plänen, den Wehrdienst zu verkürzen um ihn in Zukunft als Pflicht gänzlich abzuschaffen, wird nun auch über den Zivildienst diskutiert. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Thüringer Liberalen, Thomas L. Kemmerich, fordert in diesem Zusammenhang den Stufenweisen Ausbau des Freiwilligendienstes.

Denn als Ersatzdienst für Verweigerer ins Leben gerufen, hat sich der Zivildienst mittlerweile zu einer festen Größe im sozialen Dienstleistungssektor entwickelt, ohne die mobile Essensversorger, Pflegeheime und andere Einrichtungen ein massives Personalproblem erwarten. Trotzdem bleibt Kemmerich emotionslos: "Es gibt kein Recht der Sozialverbände auf Zivildienstleistende", also muss man auf junge Menschen zurückgreifen, die aus freien Stücken ein soziales bzw. ökologisches Jahr in ihre Vita einbauen wollen und deren Bezahlung wiederum durch Bund und Länder abgesichert ist. Laut Erhebungen gibt es für entsprechende Stellen die auf ein Jahr angelegt sind, doppelt so viele Bewerber. 2009 standen den 85 000 Zivildienern rund 35 000 Jugendliche gegenüber, die aus freien Stücken für das Allgemeinwohl arbeiteten.