Wirtschaft

Erst düpiert GM deutsche Politik mit Entscheidung zu Opel - nun wird wieder über finanzielle Hilfen diskutiert

GM bleibt bei seinem Vorhaben, Opel zu behalten und nicht über den europäischen Markt hinaus zu etablieren. Thomas L. Kemmerich kritisiert in seiner Position als wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP Fraktion im Thüringer Landtag dabei durchaus scharf die Haltung der Landesregierung, unter Auflagen zu weiteren Zahlungen nach Amerika bereit zu sein. Kemmerich fordert: "Keine deutschen Staatshilfen für einen amerikanischen Staatsbetrieb!"

GM hat in den Augen des Liberalen zuerst mit Opel einen renommierten deutschen Autobauer ruiniert und nach langen Spekulationsphasen von möglichen Verkaufsplänen abgesehen und damit die deutsche Politik düpiert. "Bisher ist wenig Konkretes bei uns angekommen. Ich hege berechtigte Zweifel an den Versprechungen aus Detroit!"

Für Kemmerich darf es in erster Linie nicht zu wettbewerbsverzerrenden Maßnahmen kommen. Während Ford und Konkurrent VW sich gut aufgestellt präsentieren, kann das einseitige Festhalten an Standorten und Arbeitsplätzen um jeden Preis kein Maßstab für die Verhandlungen mit GM sein. "GM sorgte für ausreichende Überraschungen. Die kurzsichtige Haltung unserer politisch Verantwortlichen ist dagegen eine einzige Enttäuschung!"