Wirtschaft

Teure erneuerbare Energien führen zu neuerlichen Strompreiserhöhungen

"Vorrangig sollte sich Thüringens Wirtschaftsminister Machnig um die Stabilität der Energiepreise kümmern", fordert der wirtschaftspolitische Sprecher der Liberalen im Landtag, Thomas L. Kemmerich. Erneuerbare Energien befürwortet auch die FDP, jedoch nicht ohne Abstriche und um jeden Preis. Dagegen steht das Thema auf dem Masterplan des Thüringer Wirtschaftsministers an erster Stelle. Nun könnte diese populistische politische Ausrichtung zu einem teuren Vergnügen und für Machnig zu einem Bumerang werden:

Ab Januar haben die großen deutschen Energieversorger bereits die nächste Preiserhöhung angekündigt.
"Mit Solarmodulen aus China erzeugen wir Strom, der am Ende die Rechnung aller Konsumenten in die Höhe jagt", ärgert sich Kemmerich und fordert ein entschiedenes Einlenken der Landesregierung. Um 14 Prozent sollen die Kosten für Strom steigen. Der Grund: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sagt Erzeugern von Wind- und Solarstrom feste Preise auf lange Zeit zu, die in der Regel höher sind als die Preise für Strom aus Kohle oder Atomkraft. "Bevor man erneuerbare Energien protegiert, muss man deren Abrechnung nicht erst dann überdenken, wenn damit eine Preissteigerung nach der anderen durchgewunken wird", so Kemmerich.