Politik

Steuersenkungen sind kein Geschenk des Staates sondern eine Entlastung der Bürger

Die lapidare Erklärung von Mike Mohring aus den Reihen der thüringischen Christdemokraten, Steuersenkungen auf Pump nicht dulden zu wollen, stößt bei dem liberalen Wirtschaftsexperten Kemmerich auf blankes Unverständnis.

Kemmerich korrigiert: Steuersenkungen sind nicht als wohlwollendes Entgegenkommen des Staates zu interpretieren, vielmehr sind sie eine Entlastung der Bürger. Dazu der Liberale: "Wenn den Menschen durch Steuersenkungen mehr von ihrem verdienten Geld bleibt, sinken die Einnahmen. Um das zu kompensieren, haben wir keine schlechte Ausgangslage, da die Steuereinnahmen des Bundes gegenüber 2005 um 71 Milliarden gestiegen sind."
Die Negativ-Botschaft Mohrings verunsichert in Kemmerichs Augen die Menschen und schürt die Angst vor der Zukunft. Damit erreicht man jedoch genau das Gegenteil: Anstatt sich über Entlastungen zu freuen und Geld in den Wirtschaftskreis zu bringen, sparen die Menschen lieber ihr sauer Verdientes und beäugen kritisch die orakelten Mohring-Prognosen. Wer einerseits vor Schulden warnt, muss auch so kritisch sein, die Einnahmenseite den Ausgaben gegenüber zu stellen. "Dann bekommt insbesondere die CDU und damit auch Herr Mohring jedoch ein ordentliches Problem", fast es Kemmerich zusammen.