Stadtrat

Kemmerich verweist auf Außenwirkung und wahre Geldfresser im Erfurter Haushalt

Lapidar nehmen sich die 200.000 Euro als vorgesehene Investition der Thüringer Landeshauptstadt für das Jahresthema "Luther" 2010 aus, wenn dem gegenüber 26 Millionen Euro als Minus den Verwaltungshaushalt belasten. Das sich Erfurt einen gigantischen Personalbestand leistet, proklamiert Stadtrat Thomas L. Kemmerich schon seit Langem. Das dieser Kostenberg nun auch als eine Bremse mit bedauerlicher Außenwirkung ins Gewicht fällt, ärgert den Liberalen besonders.

Kemmerich: "Sollte OB Bausewein tatsächlich meinen, mit der Streichung zum Lutherjahr durchzukommen, hat er die Rechnung ohne die liberale Fraktion im Stadtrat aufgemacht. Ich bin mir sicher, das auch andere politische Vertreter diesem Sparvorschlag nicht durchgehen lassen." Eine entsprechende Anfrage behält sich die FDP für die nächste Stadtratssitzung vor.
36 Euro jährlich mehr für einen Hund, eine Anhebung der Grundsteuer B sowie der Gebewerbesteuer-Hebesätze - damit werden sich die erheblichen Haushaltslöcher nicht stopfen lassen. "Ich empfehle ihnen, ans Eingemachte zu gehen und endlich die wirklich belastenden Posten kritisch zu prüfen", rät Kemmerich.