Stadtrat
Birgit Schuster, FDP-Stadträtin
Birgit Schuster, FDP-Stadträtin

Birgit Schuster fordert Neuberechnung auf Grund aktueller Bedarfe

Natürlich reicht es nicht, die Erfurter Sportstätten "sauber und sicher" zu halten (TLZ 4.1.2010), schließt sich Stadträtin Birgit Schuster den Forderungen nach einem raschen Stadtratsbeschluss zum Haushalt 2010 an und verweist gleichzeitig auf ein in ihren Augen noch immer nicht erkanntes Problem in Bezug auf den Erfurter Sportstättenleitplan: "Die zu Grunde liegenden Zahlen für Sanierungsmaßnahmen orientieren sich an sinkenden Schülerzahlen und stetig abnehmenden Einwohnern in Thüringens Landeshauptstadt."

Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Die Erfurter Schüler, konstant in ihrer Anzahl, müssen auch weiterhin im Fach Sport unterrichtet werden. Außerdem verzeichnet Erfurt einen Zuzug und hat nur knapp die Zweihunderttausender-Marke verfehlt.
Peggy Katzer, sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Soziales, Bildung und Sport Ausschuss und Mitglied der Kreiselternvertretung kann dazu eine Mängelliste vorzeigen, die deutlich macht, dass sich die Prioritäten in der Förderung und Sanierung hin zu den Schul- und Vereinssportanlagen verschieben müssen. Im Planungsbereich Erfurt Südost können zum Beispiel zwölf Schulen keinen Sportplatz effektiv nutzen. Durch den Abriss der Rieth-Schwimmhalle sind die Möglichkeiten für Schwimmunterricht und -training im Stadtgebiet stark eingeschränkt, ein Neubau erst einmal ausgeschlossen. Zu einem kooperativen Gespräch mit dem Erfurter Sportstättenbetrieb und der Stadtverwaltung hat die Kreiselternvertretung eingeladen.
In die nächste Sitzung des Stadtrates bringt Birgit Schuster von der Fraktion der FDP einen Änderungsantrag ein: "Wenn wir weiterhin mit falschen Zahlen jonglieren, setzen wir das positive Image unserer Stadt aufs Spiel."