Energiepolitik

Regionale Wirtschaft kann über Staffelung stärker unterstützt werden

Der Ausbau regenerativer Energien hat für Thomas L. Kemmerich höchste Priorität. Trotzdem fehlen dem wirtschaftspolitischen Sprecher der Thüringer FDP-Landtagsfraktion Bestimmungen, welche die regionale Wirtschaft langfristig einbinden und unterstützen. "Die Einspeisevergütung für Solarstrom darf nicht per se einheitlich sinken", fordert der Liberale. Vielmehr spricht er sich für eine Staffelung der Zuschüsse gemessen am Anteil der Module aus heimischer Produktion aus. Unternehmen aus Thüringen werden bei der jetzigen Ausgestaltung der Solarförderung noch nicht ausreichend gestärkt.

"Für kleine Anlagen ist ein regionaler Wertschöpfungsanteil von 50%, bei Großanlagen entsprechend höher denkbar", umreißt Kemmerich die aus Kanada importierte Idee. Noch gehen zu viele Förderanteile über Module aus Fernostproduktion für die Wirtschaft in Deutschland verloren. Vorausgesetzt das Stufenmodell entspricht EU-Richtlinien, ist die rasche Umsetzung eine wirksame Alternative zum schwelenden Streit um Kürzungen bei Solarförderungen.