Energiepolitik

Stadtrat Thomas L. Kemmerich bemängelt unternehmensinterne Begründung

"Konkurrenzfähige Tarife sehen anders aus," kommentiert Stadtrat Thomas L. Kemmerich die aktuellen Strompreisanpassungen der Erfurter Stadtwerke, die zum Sommerbeginn 2010 in Kraft treten. Ein Privathaushalt mit durchschnittlichem Verbrauch muss dann pro Jahr mit 30 Euro an Mehrkosten rechnen. Die stadteigenen Stromlieferanten machen ihre Rechnung allerdings anders auf: Sie verweisen auf die Belastungen durch EEG und Staatslasten. Dem Unternehmen entstehen so jährlich Kostensteigerungen von 2,4 Millionen Euro, die nicht anders ausgeglichen werden können.

Mit einem Wechsel zu einem vergleichbaren Tarifanbieter können SWE-Kunden 15% an ihrer Stromrechnung einsparen. Für Kemmerich stellt sich damit die Frage, warum die SWE im Vergleich so wenig punkten können. "Schließlich fallen die Kosten ausnahmslos für alle Anbieter an. Die Finanzierungssituation wird sich für die Erfurter Stadtwerke jedoch nicht verbessern, wenn mehr Strombezieher abspringen." Anstatt Differenzen an die Stromkunden weiterzugeben müssen aus Kemmerichs Sicht zuerst interne Kostenprüfungen Sparpotentiale aufzeigen.