Landtagspolitik
MdL Thomas L. Kemmerich
MdL Thomas L. Kemmerich

Kemmerich bedauert mangelnde inhaltliche Debatte - Grundtenor wurde nicht verstanden

Zum Antrag des wirtschaftspolitischen Sprechers der FDP-Landtagsfraktion, Thomas L. Kemmerich, das entsprechende Programm des Bundeswirtschaftsministeriums im Thüringer Schulunterricht zu implementieren, äußerten sich sowohl Peter Metz (SPD, "es grenzt an Dummheit, einen derartigen Antrag in diesem Haus vorzutragen") als auch A. Rothe-Beinlich (Grüne, "Es muss heissen Chef oder Chefin", "interessengeleitete Mappe der FDP", "es kann nicht alles im Leben sein, Chef oder Chefin werden zu wollen") unter Maßgabe bedauernswert inhaltloser Argumente gegen die bessere Vermittlung eines positiv besetzten Bildes von Selbständigkeit und Unternehmertum an hiesigen Schulen.

"Uns geht es in erster Linie darum, Schülern Perspektiven und Mut zur Selbstständigkeit zu vermitteln", äußerte sich Kemmerich zur Debatte und gibt zu bedenken, "dass es den Genossinnen und Genossen (...) eher um die Beteiligungen des beauftragten Verlagshauses ging als um die zukunftsweisende Vermittlung von Wirtschaftsthemen im Unterricht".

Debatte im Thüringer Landtag als Flash-Video
"Traumberuf Chef" - Programm des Bundeswirtschaftsministeriums

Für Unternehmer und Wirtschaftspolitiker Kemmerich ist das Thema deswegen noch lange nicht vom Tisch. Er kündigt weitere Recherchen sowie die Verfolgung des Themas an.

Mit dem Ergebnis der Abstimmung im Landtag ist der Liberale nicht zufrieden. Trotzdem will er nicht tatenlos zusehen, wie ein an sich gutes Programm zwischen den roten Mühlen zu Nichte gemacht wird.