FDP-Wirtschaftsexperte regt runden Tisch zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite sowie Wirtschaftsministerium an

Grundsätzlich begrüßt der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion das Urteil des Bundesarbeitsgerichtes, nachdem es keinen übergeordneten Grundsatz gibt, der für verschiedene Arbeitsverhältnisse derselben Art in einer Firma einheitliche tarifliche Regelungen vorsieht. In Hinblick auf die zukünftige Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen ist Kemmerich überzeugt, "dass damit der Wettbewerb um Konzepte der Gewerkschaften zu Verbesserung der Mitarbeiter-Situation gestärkt wird". In der Umsetzung wird es dagegen zu erheblichen Anpassungsschwierigkeiten kommen, ist die Zeit betrieblicher Einheitstarife ja nun vorbei.

In dem Richterspruch sieht Kemmerich jedoch auch großes Potential. So könnte ein vom Thüringer Wirtschaftsministerium aus initiierter runder Tisch mit Arbeitnehmerverbänden, Gewerkschaften und der Arbeitgeberseite einen "Status Quo" festlegen, der die Sicherheit gibt, das es nicht zu "englische Verhältnissen", Massenstreiks oder der sprunghaften Gründung von Spartengewerkschaften kommt. "Jetzt ist es an der Zeit, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen", fordert Kemmerich in Richtung von Minister Machnig. Das bis jetzt gute Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern muss nachhaltig gestärkt werden.