Fußball-Stadion
Anpfiff 2015 in Nohra?
Anpfiff 2015 in Nohra?

Gemeinsame Sportstätte attraktiv für beide Clubs UND Sponsoren - Anbindung Nohra hat Vorteile - Konzerte in den Spielpausen denkbar

Inter Mailand und AC Mailand tun es. Der FC Bayern München und 1860 München tun es auch. "Warum können dann nicht die beiden großen Thüringer Fußball-Clubs diesen Beispielen folgen und ein gemeinsames Stadion bauen?", fragt sich der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Thomas L. Kemmerich. Schon vor drei Jahren fand die Idee einer kooperativ genutzten Spielstätte Gehör, ihre Umsetzung wurde jedoch nicht konsequent verfolgt. Nun scheint der richtige Zeitpunkt gekommen, die Pläne wieder aus der Schublade zu holen:

Radio-Lotte Umfrage mit Interview Thomas L. Kemmerich
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"Eine "Thüringen Arena", die von FC Carl Zeiss Jena und Rot-Weiss-Erfurt bespielt würde, hätte nicht nur den Vorteil geteilter Bau- und Investitionskosten", konstatiert Kemmerich. "Auch für Sponsoren, Fanprojekte und das logistische Drumherum bietet eine solche kompakte Lösung eine Vielfalt von ganz neuen Möglichkeiten." Bewährte Projekte, wie die gemeinsam genutzten Stadien in München und Mailand, können hier als positives Beispiel dienen. In den Spielpausen werden beide Anlagen zum Beispiel für Konzerte genutzt. Mit der Ansiedelung der "Thüringen Arena" in Nohra - zwischen Erfurt und Jena - kein Problem. Sowohl die direkte Autobahn- und Bahnanbindung als auch reichlich Platz abseits der Hörweite sprechen für den Standort.
Bisher beschränkte sich der Erhalt beider Fußball-Anlagen auf nachträgliche Neuerungen wie den Einbau einer Rasenheizung oder das Erweitern der Zuschauertribüne, um die Liga-Spielerlaubnis zu halten. Früher oder später ist ein Neubau in beiden Städten unumgänglich, angesichts der angespannten Kassenlage ein Gemeinschaftsprojekt unter Schirmherrschaft der Thüringer Landesregierung ratsam, will man sich nicht länger mit halbherzigen Lösungen zufrieden geben.