Im Gespräch mit Elke Pirrhs
Im Gespräch mit Elke Pirrhs

Gestiegene Haftpflichtversicherungsbeiträge, kein Einsehen der Spitzenverbände der Krankenkassen: Existentielle Probleme bewegten die Thüringer Hebammen, sich an den deutschlandweiten Protesten zu beteiligen. Mit einer Aktion auf dem Erfurter Anger - ein leeres Babykörbchen mit einem "arbeitslosen" Klapperstorch - machten sie darauf aufmerksam , dass die Arbeit der Hebammen unter dem zunehmenden Kostendruck von allen Seiten in Zukunft so nicht mehr fortgeführt werden kann. Allein im Raum Erfurt haben bereits fünf freie Hebammen aufgegeben, berichtet Elke Pirrhs, Vorsitzende des Landesverbandes der Hebammen in Thüringen und befürchtet weitere Einschnitte: "Eine Wahlfreiheit für Eltern wird es bald nicht mehr geben."

Unterstützung sicherte auch Thomas L. Kemmerich, Stadtrat und Landtagsabgeordneter den verärgerten Hebammen zu. Auf Stadt- bzw- Landesebene kann zwar nichts verändert werden, "aber es ist ein Zustand, der von der Politik mitverantwortet ist." Der Appell zum Handeln richtet sich an die verantwortlichen Bundestagsabgeordneten. Hier muss schnellstens etwas geschehen!

Bilder der Aktion auf flickr

Artikel TA 24.08.2010