Thomas L. Kemmerich
Thomas L. Kemmerich


Kemmerich: "Windkraftausbau mit Augenmaß"

Beim Ausbau der Energieerzeugung aus Windkraft soll Thüringen in Zukunft mit dem notwendigen Augenmaß vorgehen. "Dies bedeutet insbesondere, zunächst die bereits ausgewiesenen Vorrangflächen für die Errichtung weiterer Windkraftanlagen auszulasten", so der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Thomas L. Kemmerich. Ein im Juni von seiner Fraktion im Landtag eingebrachter Antrag, mit dem Thüringen als Standort der erneuerbaren Energien gestärkt werden soll, hat im Wirtschaftsausschuss des Landtages Zustimmung gefunden. "Der Ausschuss hat den FDP-Antrag mit leicht abweichenden Formulierungen mit großer Mehrheit angenommen", informierte Kemmerich nach der Sitzung des Ausschusses.

Eine entsprechende Beschlussempfehlung wird in der nächsten Woche im Plenum auf der Tagesordnung stehen. Der Landesentwicklungsplan soll dem Beschlussantrag zufolge zeitnah angepasst werden.

In dem Antrag wird gefordert, künftig in Thüringen den Fokus auf die Ertüchtigung bestehender Anlagen - das so genannte Repowering - zu legen. Ältere Windenergie-Anlagen der ersten Generation werden dabei durch neue, leistungsstärkere Maschinen ersetzt. Ziel müsse eine bessere Ausnutzung der verfügbaren Standorte und die Erhöhung der installierten Leistung bei gleichzeitiger Reduktion der Anzahl der Anlagen sein, so Kemmerich. "Die Belange des Umwelt-, Landschafts- und Anwohnerschutzes sowie des Tourismus müssen angemessen berücksichtigt werden, damit die Akzeptanz in der Bevölkerung für neue Windkraftanlagen bestehen bleibt", betont der Liberale.



"Thüringen ist bereits ein bedeutender Standort der erneuerbaren Energien." Um den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg dieser Branche zu unterstützen, sei eine verantwortungsvolle Fortsetzung der Förderung aller ihrer Bereiche notwendig, so Kemmerich. Nur durch den Ausbau von Forschungs- und Produktionskapazitäten werde es langfristig gelingen, einen hohen Anteil der Wertschöpfung und damit auch Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in Thüringen zu halten und neu zu schaffen, so der FDP-Wirtschaftsexperte abschließend.