Thüringen auf Spitzenplatz bei Betriebsgründungen durch Frauen

"Frauen müssen jeden Beruf ergreifen, ihn aber vor allem weiter ausüben können, wenn sie ein Kind bekommen." Durch aktuelle Erhebungen des Landesamts für Statistik sieht sich FDP Mann Thomas L. Kemmerich als Vorsitzender des Gleichstellungsausschusses des Thüringer Landtages in seiner Forderung nach weiteren Verbesserungen der Möglichkeiten zum Zugang, aber vor allem des Verbleibs in den gewählten Berufen bestärkt. "Es wird immer deutlicher, dass sich Geduld auszahlt: Thüringen hat den Spitzenplatz der Flächenländer bei Betriebsgründungen durch Frauen eingenommen. Mehr als jedes dritte Unternehmen wird von Frauen aufgebaut." Kemmerich betont dabei die guten infrastrukturellen Voraussetzungen z.B. bei der Kinderbetreuung in Thüringen, die es Frauen besser als in anderen Bundesländern erlaubten sich selbst zu verwirklichen. So eroberten Frauen auch bisher "untypische" Sparten wie das Handwerk. Frauen stellten bereits den größeren Teil der akademischen Absolventen. Angesichts dieser Fakten sei die Forderung nach einer unflexiblen, in die Unternehmensfreiheit eingreifenden Quote nicht mehr zeitgemäß. "Statt von oben verordnet, geschehen Veränderungen von unten. Einer Frauenquote für Führungspositionen in Unternehmen bedarf es somit nicht", stellt Kemmerich abschließend fest.