Mit Bildungsminister Christoph Matschie (SPD), GEW-Landeschef Torsten Wolf, TA Redakteur Dirk Wolf und Bildungspolitiker Volker Emde (CDU) diskutierte auch Landeselternsprecher Roul Rommeiß in der Aula des Königin-Luise-Gymnasiums in Erfurt die Zukunft der Thüringer Schulen.

Die verstärkte Integration von lernschwächeren Kindern an den allgemeinbildenden Schulen in Thüringen stößt auf Widerstand. Man dürfe nicht ,,von heute auf morgen" sagen, dass kein Kind mehr an Förderschu len eingeschult werde, sagte der Bildungsexperte der CDU-Landtagsfraktion, Volker Emde, bei dem von unserer Zeitung veranstalteten Forum in Erfurt.
Die Regierung sollte keine Gräben neu aufreißen ,,und den Bogen nicht überspannen".

Matschie verteidigte seine Maßnahmen. Bisher seien sieben Prozent der Thüringer Schüler in Förderzentren gegangen, das sei doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt. Dies versuche man nun zu korrigieren. In dem Zusammenhang erhob der Minister Vorwürfe an die Schulen, wo bisher kaum Integration stattfinde: ,,Was ich dabei nicht akzeptieren kann, ist, dass sich Lehrerinnen und Lehrer hinstellen und sagen: Das mache ich nicht."

Wenn man mehr lernschwächere oder auch körperlich behinderte Kinder an allgemeinbildendenden Schulen einschule, dann müsse man dort ,,auch richtig mit Personal reingehen", sagte Torsten Wolf. Es helfe dabei nicht, Förderlehrer ,,als Reisekader von Ort zu Ort zu schicken".

Ähnlich äußerte sich auch Landeselternsprecher Roul Rommeiß. Zwar begrüße man den neuen Kurs. Allerdings habe die Politik ,,die Eltern der betroffenen Kinder nicht mitgenommen auf diesem Weg". (Quelle: Thüringer Allgemeine Zeitung vom 25.11.2010)

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Internetseite der Landeselternvertretung Thüringen